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Landesverband Thüringen e.V.

SVLFG informiert

Pflegereform beschlossen

 

Bund stärkt häusliche Pflege

 

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) begrüßt die vom Bundeskabinett beschlossene Pflegereform. „Für unseren Bereich mit seinem hohen Anteil an häuslicher Pflege stellen die vorgesehenen Verbesserungen eine wichtige Unterstützung dar“, so der SVLFG-Vorstandsvorsitzende Arnd Spahn.

 

Nach dem Entwurf eines Pflegestärkungsgesetzes sollen Leistungen für Pflegebedürftige zum 1. Januar 2015 pauschal um 4 % angehoben und besser miteinander kombiniert werden. Dies soll nicht zuletzt der Entlastung pflegender Angehöriger dienen. Damit Menschen länger zu Hause gepflegt werden können, sollen die Leistungen der Pflegeversicherung besser den Bedürfnissen angepasst werden. Kurzzeit- und Verhinderungspflege sollen über ein gemeinsames Budget finanziert werden und damit flexibler einsetzbar sei. „Die Neuregelungen stärken die Pflege zu Hause“, betont Spahn. Mit dem Gesetzentwurf trage die Bundesregierung der besonderen Situation im ländlichen Raum Rechnung. Die Pflegereform ergänze wirksam die Angebote der SVLFG für pflegende Familienangehörige. Unter anderem soll der Zuschuss für notwendige Umbauten in der Wohnung von bislang 2 500 Euro auf 4 000 Euro angehoben werden. Geplant ist, dass alle Pflegebedürftigen für zusätzliche Betreuung und Hilfen mindestens 104 Euro im Monat erhalten. Bisher stand das nur Demenzkranken zu. Darüber hinaus sollen Pflegebedürftige die Hälfte der ambulanten Pflegesachleistungen für Fahr- und Begleitdienste, Einkäufe oder andere, sogenannte niedrigschwellige Angebote, umwandeln können. Finanziert werden sollen die verbesserten Leistungen durch höhere Beiträge zur Pflegeversicherung: In einem ersten Schritt soll der Beitrag ab 2015 um 0,3 Prozentpunkte steigen. Davon werden 0,2 Prozentpunkte für bessere Leistungen und 0,1 Prozentpunkt für den Pflegevorsorgefonds verwendet. In einem zweiten Schritt, voraussichtlich ab 2017, sollen die Beiträge um weitere 0,2 Prozentpunkte auf dann insgesamt 2,55 Prozent steigen. Diese Beitragserhöhung gilt auch für alle Mitglieder der landwirtschaftlichen Pflegekasse. Zwar zahlen Landwirte und mitarbeitende Familienangehörige keinen prozentualen Beitrag aus ihrem Einkommen, sondern einen Zuschlag auf ihren Krankenversicherungsbeitrag als Beitrag zur Pflegeversicherung; bei dessen Festsetzung sind die Änderungen durch das Pflegestärkungsgesetz aber zu berücksichtigen.

 

Betriebs- und Haushaltshilfe

 

Rechtzeitiger Antrag sichert Verlängerung

 

 
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) kann eine lückenlose Einsatzverlängerung von Betriebs- oder Haushaltshilfen häufig nicht bewilligen, weil der notwendige Antrag verspätet gestellt wird. Für eine reibungslose Fortführung der Betriebs- oder Haushaltshilfe muss der Verlängerungsantrag rechtzeitig vor dem Ende des laufenden Bewilligungszeitraums gestellt werden. Darauf weist die SVLFG ihre Versicherten hin. Zur Fristwahrung reicht auch die telefonische Kontaktaufnahme mit der SVLFG aus.

Die SVLFG ist zuständig für die Durchführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung für über 1,6 Millionen Mitgliedsunternehmen mit ca. 1 Million versicherten Arbeitnehmern, der Alterssicherung der Landwirte für fast 250.000 Versicherte und über 600.000 Rentner sowie der landwirtschaftlichen Kranken- und Pflegeversicherung für fast 800.000 Versicherte im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Sie führt die Sozialversicherung zweigübergreifend durch und bietet ihren Versicherten und Mitgliedern umfassende soziale Sicherheit aus einer Hand. Die SVLFG ist maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau tätigen Menschen und ihrer Familien.